Männermannschaft 2

Der Hase und der Igel – ein Schwank von Olli Kramm ODER HSG Ahnatal / Calden unterliegt im Spitzenspiel

Im Spitzenspiel der Bezirksliga B Kassel / Waldeck kassierte der Tabellenzweite HSG Ahnatal
/ Calden II eine entscheidende Niederlage und muss „gedanklich“ den Tabellendritten HSG
Zwehren II in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Bedenkt man, dass Eintracht Baunatal nicht
aufsteigen kann und Zwehren noch 2 Spiele weniger hat, hat die Kramm Sieben die Chance auf
den Aufstieg, aus eigener Kraft, im Moment verpasst. Nun ist man auf die Schützenhilfe der
SHG Hofgeismar / Grebenstein angewiesen, welche dem, am heutigen Tage überlegenen,
Konkurrenten aus Zwehren noch Punkte abnehmen kann.
Zwar standen dem Trainerduo Cramer und Kramm für das wichtige Spiel fast alle Spieler zur
Verfügung, mit Spielmacher Patrick Schäfer fiel allerdings eine im Hinspiel sehr wichtige
Stütze des Offensivverbundes aus. Seine Aufgaben übernahmen im Wechsel Daniel Endtricht
und Moritz Sonntag. Das Hinspiel in Ahnatal konnten die Wilhelmstaler erst in der
Schlussphase mit zwei Toren für sich entscheiden, so war auch hier ein harter Fight zu erwarten.
Entsprechend stimmte Coach Kramm seine Mannschaft mit einem Schwank
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aus den Kinderund Hausmärchen der Brüder Grimm ein: „Der Hase und der Igel“. Die Situation „Hase und
Igel“ wie auch der Zuruf „Ich bin schon hier!“ nutzte der Ahnataler Märchenerzähler als
Analogie für einen „achten Mann“ bzw. die entsprechende Notwendigkeit das
Rückzugsverhalten gegen die sehr junge und dynamische Mannschaft aus Zwehren anzupassen.
Nicht zuletzt nutzte Zwehrentrainer Thomas Damm regelkonform die Unterstützung durch 4
junge Spieler aus der ersten Mannschaft. Schließlich geht es auch für Zwehren um die
Möglichkeit in die A-Klasse aufzusteigen.
Nachdem man geklärte hatte, dass wir nicht tatsächlich mit einem Achten Mann auf der Platte
antreten werden 😉, begannen die Gäste aus Ahnatal / Calden durchaus erfolgreich.
Spielertrainer Cramer eröffnete den Torreigen zum 0:1, Luca Kramm warf nach drei Minuten
das 1:2 und bis zum 5:5 (15. Minute) hielt man das Spiel ausgeglichen. Bis dahin ähnelte das
Spiel einer mittelalterlichen Abwehrschlacht und die Statistik verzeichnete schon jetzt fünf
Verwarnungen, fünf 7-Meter und drei Zweiminutenstrafen. Moritz Sonntag erzielte bis dahin
schon 3 Treffer aus dem Rückraum. Doch dann zogen die Gastgeber, die sich nach wie vor
Hoffnungen auf den Titel machen, an und auf 13:8 davon. Obwohl man aus dem Hinspiel um
die aggressiv-offensive Deckung wusste, verlor man gleich mehrere Bälle in der vorgezogenen Abwehr (Till Krug) und lud die jungen Spieler aus Zwehren zu schnellen und einfachen
Gegenstößen ein. Eben noch Igel gewesen, musste man sich nun als Hase begreifen. Einzige
Hoffnungsblicke waren in dieser Phase die erzielten Tore von Sonntag und Przibilla sowie dem
grandiosen Rückhalt durch Torhüter Frömmgen, der Ahnataler wehrte unter anderem die
Siebenmeter von Jan Scheller und Niclas Reitz ab.
Es blieb dann auch in den zweiten 30 Minuten ein Spiel mit einem an diesem Tag einfach
besseren Zwehren-Team. So bauten die Gastgeber innerhalb von 5 Minuten ihre Führung weiter
auf 17:9 aus. Erst die eigene Unterzahlsituation (danke Daniel für diesen Einsatz) brachte so
viel Ruhe ins Spiel, dass die Vereinigten aus Ahnatal / Calden zurück in ihr Spiel und über
Timo Schäfer, Moritz Sonntag und Luca Kramm zum erfolgreichen Abschluss fanden (18:12).
Neben diesem Lichtblick hatte man bis dahin, den ehemaligen MSG Ahnatal / Calden
Mitspieler, Christoph Knak fest im Griff. Im Hinspiel verzeichnete Knak ganze 6 Tore und nun
konnte man ihn auf 1 Tor in die Schranken weisen. Nicht zuletzt beförderte er sich selbst auf
die Bank durch seine zweite 2-Minutenstrafe (38. Minute). In diesem Sinne wurde das Spiel
auf beiden Seiten wieder sichtlich härter. Ungeschickte Fouls, der Trägheit der eigenen Masse
zu verdanken, gegen viel zu leichte und vor allem viel zu schnelle Zwehrener brachten das Spiel
wieder aus dem Fluss. Leider konnte dieses Mal auch nicht die Unterzahlsituation die Gemüter
beruhigen, sodass Zwehren mit einem Lauf sich auf 27:15 absetzen konnte. Erst eine Auszeit
durch Coach Kramm, eine rote Karte, sowie zwei 2-Minuten Strafen gegen Jannis Krug,
welcher sich tatsächlich an unseren „tapsigen“ Hulk Dirk Reedwisch versuchen wollte, ließ die
Kramm-Sieben nochmal aufdrehen.
Neben Dario Frömmgen waren am Ende Reedwisch, Cramer, Schröder, Naumann und letztlich
2x Endtricht für die Ergebniskosmetik verantwortlich (29:20). Letztlich gewinnt aber Zwehren
verdient und nun hoffen die Wilhelmstaler auf Hofgeismarer Schützenhilfe im Spiel SHG III
gegen Zwehren II. Kramm erkannte die Zwehrener Überlegenheit uneingeschränkt an: „Die
Städter waren heute einfach besser. Insbesondere in der Abwehr und den daraus resultierenden
Tempogegenstößen haben sie uns gezeigt, wie Tempohandball aussehen kann“. „Wir waren zu
unsicher und zu statisch im Angriff,“ analysierte Cramer nach der Begegnung, „Wir wussten
zwar wie Zwehren spielen würde und wo die gefährlichen Schnittstellen sein würden, haben es
aber nicht geschafft, genau dort präsent zu sein und zuzugreifen“. Schade, denn die
neuformierte zweite Mannschaft hatte die gesamte Saison immer am Limit gearbeitet.
Am Samstag, dem 07.05.2022, steht dann erst nach 4-wöchiger Pause, das letzte Spiel der
Saison gegen Bettenhausen an. Bis dahin gilt es die Niederlage zu verdauen und sich auf unsere
Stärken zu konzentrieren. Wir bedanken uns bei unserer Fan-Base und freuen uns trotz der
miserablen Vorstellung auch auf eure Unterstützung im letzten Auswärtsspiel.
In diesem Sinne wünschen wir allen Fans, Freunden und Bekannten ein frohes Osterfest.
Es liefen um die Wette als Hase und Igel:
Simon Naumann (1), Yannik Przibilla (1), Christian Hartig (1), Dirk Reedwisch (1), Jens
Schröder (1), Luca Kramm (2), Moritz Sonntag (6), Daniel Endtricht (3), Timo Schäfer (1),
Tobias Spier, Ricky Cramer (3), Florian Feiler, Dario Frömmgen (TW) und Trainer Olli Kramm

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