Männermannschaft 2,  Spielberichte

HSG Hofgeismar / Grebenstein III gegen HSG Ahnatal / Calden II (7:12) 16:24

Handball Bezirksliga B Kassel / Waldeck
Kreissporthalle Hofgeismar
Samstag, 24.11.2018 um 13:00 Uhr
HSG Hofgeismar / Grebenstein III gegen HSG Ahnatal / Calden II (7:12) 16:24

 

Sieg gegen SHG III trotz schwankender Leistung

ODER

ICE aus Ahnatal / Calden hält auch nicht in Hofgeismar

 

Nachdem der ICE aus Ahnatal / Calden im letztem Derby den SV Espenau überrollt hatte, hält der ICE auch nicht mehr in Hofgeismar. Die HSG Ahnatal / Calden hat am Samstagnachmittag mit dem 7. Sieg im 8. Spiel die Tabellenführung in der Bezirksliga B verteidigt. Beim 18:24-Auswärtserfolg gegen die Nachbarn aus Hofgeismar benötigten die Wilhelmstaler allerdings in der zweiten Halbzeit starke Nerven. Während Marcus Pilz und Fabian Kolodzeij nicht spielen konnten, feierte Jan Sommerlade nach langer Verletzungspause sein Debüt. Darüber hinaus schlug das KEMPA-Duo Krümmel und Klindworth wieder wieder zu.

Nach gelungen ersten 20 Minuten und dem 04:11-Zwischenstand schnupperten die Gastgeber um den achtmal erfolgreichen Dominik Stelter an einer Sensation. Doch ein engagierter zweiter Durchgang der SHG mit einem starken Eric Schubert (11) machte auch die zweite Hälfte noch spannend. Die sonst so bekanntlich starke Deckung der Hofgeismarer konnten die Blau-Weißen mit geduldigem Spielaufbau um Spielmacher Lars Sommerlade und tollen Rückraumgranaten von Dominik Stelter, sowie Treffern vom Kreis durch Chris Hartig ein ums andere Mal düpieren. Die SHG hingegen ließ nicht nur in der Defensive die Aggressivität vermissen, auch im Angriff wirkten die Gastgeber zu passiv und konzeptlos gegen eine kompakte und sehr körperbetonte 6:0-Deckung. In den ersten 20 Spielminuten gelangen der SHG somit nur 4 Tore. Danach geriet etwas Sand in das Wilhelmstaler Getriebe. Wer also nach ebendieser Energieleistung der Cramer Sieben hoffte, dass es eine frühzeitige Vorentscheidung gäbe, wurde schnell eines Besseren belehrt – es folgten die wohl schlechtesten 8 HSG-Spielminuten der gesamten Saison: Zunächst trafen die Gastgeber mit einfachen Rückraumwürfen, gegen die nun passive HSG-Abwehr, wie sie wollten, zum 7:11. Dann verlor man mehrmals den Ball beim Versuch den läuferisch starken Kreisspieler Chris Hartig anzuspielen. Die Achse Krümmel-Klindworth unterbrach diese rabenschwarzen 8 Minuten mit einer  Parade des guten Marco Krümmel, welcher anschließend Klindworth auf die Reise schickte und dieser nach einem Turbo-Gegenstoß den Ball als KEMPA verwandeltet (7:12).

Deutliche Worte soll Coach Cramer in der Kabine gefunden haben, denn die HSG kehrte wie verwandelt nach dem Seitenwechsel aufs Parkett zurück. Dabei vertraute der Spielertrainer größtenteils der gleichen Mannschaft wie im ersten Durchgang, lediglich Youngster Leon Schareina rückte für Olli Kramm auf die Rechtssaußen-Position und Timo Schäfer an den Kreis. Besonders in der Abwehr legten die HSG-Spieler jetzt wieder eine ganz andere Körpersprache an den Tag. Daniel Endtricht mit einem 106 km/h-Kracher und Stelter per Strafwurf bauten die Führung schnell auf 10:16 aus. Eine Schlüsselszene ereignete sich dann in der 42. Spielminute, als sich die HSG mit beherztem Einsatz in der Abwehr die Sympathien der Fans zurück erkämpfte. Bei angezeigtem Zeitspiel wurde zunächst der Hofgeismarer Wurf geblockt und der zweite Versuch vom nun ebenfalls wieder hellwachen Krümmel gehalten. Als Lars Sommerlade im Gegenzug das 11:17 wirft, schien die Partie wieder gedreht. Doch Hofgeismar ließ sich weiterhin nicht verunsichern, war noch immer bei Abprallern einen Schritt schneller als die Gäste und fanden zunehmend wieder ins Spiel (14:18). Die Tabellenführer versuchten noch einmal alles, aber als der Ball beim gegnerischen Mittelmann landete wurde dieser unsanft von Jan Sommerlade gestoppt. Als Konsequenz gab es eine weitere Zeitstrafe in der Partie. Nur 1 Minute später verkürzte Hofgeismar über Linksaußen zum 16:19 (52. Min.).

Noch bevor Coach Cramer die notwendige Auszeit nehmen konnte, schob die HSG ihren ICE selbst wieder an und glänzte mit einem Hattrick: Jan Sommerlade traf aus luftigster Höhe zum 16:20, Jens Schröder legte mit einem tollen 1:1 auf der rechten Seite nach (16:21) und Jan Klindworth traf sauber ins lange Eck (16:22). In der 57. Spielminute – beim Spielstand von 16:22 – war es dann endlich soweit: Coach Cramer ließ seine Geheimwaffe auf die Gastgeber los. In 2 ½ Minuten traf Yannik Przbilla ICE-artig gleich 2 Mal (16:24). Letztlich siegte somit die HSG und kam noch einmal mit einem blauen Auge davon. Die nächste Partie steht am kommenden Sonntag an, wenn der SVH Kassel II zu Gast in Ahnatal ist. Beide Teams spielen noch um die Herbstmeisterschaft, sodass ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten ist.

Es fuhren im ICE:

Lars Sommerlade (1), Jan Klindworth (4), Dominik Stelter (8), Jens Schröder (2), Justin Köhler (1), Oliver Kramm, Yannik Przbilla (2), Leon Schareina (1), Jan Sommerlade (4), Daniel Endtricht (1), Timo Schäfer, Chris Hartig (2), Marco Krümmel (TW) und Trainer Ricky Cramer

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