Männermannschaft 2,  Spielberichte

HSG Ahnatal / Calden II gegen SV Espenau 29:21 (13:08)

Handball Bezirkliga B Kassel / Waldeck
Sporthalle Calden
27.10.2018 um 16:00 Uhr
HSG Ahnatal / Calden II gegen SV Espenau 29:21 (13:08)

Entspannter Samstagnachmittag

Oder

ICE überrollt Espenau

 

HANDBALL-BEZIRKSLIGA B. Auch diesmal hält kein ICE in Espenau. HSG überrollt den SV im Nachbarschaftsderby. Nach der letzten Derby-Begegnung in der Saison 17/18 hatte sich im Vorfeld ein schweres Spiel angedeutet. Zusätzlich musste Cramer auf den verletzten Daniel Endtricht, dem Guru am Kreis Chris Hartig und die beiden Torhüter Krümmel und Holtzki verzichten. Doch gegen den SV Espenau demonstrierten die Wilhelmstaler diesmal ihre Stärke.

Der SV Espenau präsentiert sich als gerngesehener Samstagsgast und bereitet der HSG Ahnatal / Calden II keine Probleme. Ein Sonderlob verdienten sich Keeperduo Marcel Ledderhose und Fabian Klahold. Alles zum Thema „Entspannter Samstagnachmittag“ für die Bezirksliga-Handballer der HSG Ahnatal / Calden II. Während viele Nordhessen das herbstliche Wetter für einen Ausflug ins „Bunte“ nutzten, vergnügte sich das Team von Ricky Cramer in der Caldener Sporthalle und besiegte die im mittelfeldstehende SV Espenau locker mit 29:21 (13:8). Gegen die weitgehend harmlosen Gäste genügten gelegentliche Tempoverschärfungen und ein überragender Schlussmann. HSG-Keeper Ledderhose entschärfte mehr als 40 Prozent aller Würfe und avancierte so zum Matchwinner. Beste Werfer waren Marcus Pilz mit acht Treffern und Timo Schäfer mit sieben Toren.

Mit 29:21 (13:08) demontierten die Wilhelmstaler die Nachbarn aus Espenau, die bis zum Schluss auf beiden Seiten des Feldes kein Mittel fanden. Bereits die Anfangsphase war die aus HSG-Sicht beste und erfolgreichste dieser noch jungen Bezirksliga-Saison. Dominik Stelter und Timo Schäfer standen überragend im Zentrum der HSG-Deckung. Ledderhose entschärfte gleich die erste Chance für die Espenauer. Auf der anderen Seite versenkten , Marcus Pilz und Jens Schröder zum 3:0-Vorsprung.

Mehr:

Was folgte war eine spektakuläre HSG-Halbzeit. Nicht nur im Positionsangriff zeichneten sich die Hausherren durch eine extrem hohe Effizienz aus, sie gewannen auch immer wieder den Ball in der Deckung und überrumpelten die Espenauer mit ihrem Tempospiel. Nach Klindworth‘s Treffer ins verwaiste Gehäuse zum 9:4 nahm der Gäste-Coach seine erste Auszeit. Die zeigte keine Wirkung. Lars Sommerlade netzte zum 10:4 und gewann wenig später einen verloren geglaubten Ball im Angriff zurück. Der landete bei Pilz und Schäfer, der zum 12:5 verwandelte. Dann der „Schock“ … Wurfgarant Dominik Stelter zerrt sich beim Tempogegenstoß die linke Wade und muss das Spiel vorzeitig abbrechen. Als wäre das noch nicht genug holt sich Abwehr-Chef Timo Schäfer eine 2-Minutenstrafe ab. Diese „Hiobsbotschaften“ trafen die gesamte Mannschaft sichtlich und ließ den Faden abreisen. Nachdem Jens Schröder in der 21. Minute noch einmal zum 13:05 von Außen netzte, gelang der wie versteinerten Mannschaft kein einziges Tor mehr bis zur Halbzeit. Viele Einzelaktionen und druckloses Ball hin- und herspielen, ließen die Gäste leichte Bälle erobern und bis zur Halbzeit den Abstand auf 13:08 verkürzen.

Nach der Halbzeit lief das Getriebe der HSG-Lokomotive immer noch nicht ganz geschmeidig, aber Neuzugang Fabrice Lindner und Spielmacher Lars Sommerlade erhöhten wieder auf 15:9. Klindworth und Sommerlade waren mit jeweils 3 Treffern blendend aufgelegt. Mehrere Male sprangen die  Zuschauer in der Caldener Sporthalle vor Begeisterung auf. Und auch in die letzte Viertelstunde startete das Cramer-Team bestens. Schröder, Lindner und Kolodziej stellten auf 21:16. Entscheidend kamen die Gäste nie mehr heran. Auch eine weitere Unterzahlsituationen überstanden die Wilhelmstaler, ohne dass der Torabstand dramatisch schrumpfte. Fabrice Lindner durfte nochmal im Rückraum ran. Und Yannik Przibilla wirbelte nun nach Belieben. Zum Schluss geriet die Partie zur Party. HSG-Coach Cramer wechselte munter durch. Sowohl Youngster Leon Schareina, als auch Frischling Fabrice Lindner kamen zu ihren ersten Siebenmetern-Treffern. Klahold lieferte in den letzten 10 Minuten noch 5-6 Paraden.

Die Sporthalle Calden bleibt eine uneinnehmbare Festung. Kommende Woche nehmen sich die Wilhelmstaler eine Auszeit, denn wie jedes Jahr ist am ersten Novemberwochenende Kirmeszeit in Calden. Anschließend zählt es umso mehr, denn dann bekommt die HSG Ahnatal / Calden besuch von der Eintracht Baunatal III (Tabellenerster).

Im ICE saßen:

Timo Schäfer (7), Dominik Stelter (1), Jan Klindworth (3), Lars Sommerlade (3), Yannik Przibilla, Jens Schröder (2), Fabian Kolodziej (1), Marcus Pilz (8), Oliver Kramm, Fabrice Lindner (3), Leon Schareina (1), Marcel Ledderhose (TW), Fabian Klahold (TW) und Trainer Ricky Cramer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.