Männermannschaft 2,  Spielberichte

SV Espenau vs. HSG Ahnatal / Calden II 18:20 (9:9)

Handball Bezirksliga B
Sonntag, 10.03.19 um 17 Uhr
Sporthalle Espenau
SV Espenau vs HSG Ahnatal / Calden II   18:20 (9:9)

Schützenhilfe für den Klassenerhalt

oder

Die Macht des „Jedi“ war nicht mit uns

 

Eigentlich waren die Vorzeichen schon alles andere als perfekt. Da konnte man von Glück reden, dass alle Spieler rechtzeitig den Weg in die „Ballerbude“ überhaupt gefunden hatten, denn Coach Cramer hatte das Spiel ausversehen für eine Stunde später terminiert. Gleichzeitig hatte die zweite Mannschaft noch ihre Wunden, vom sehr harten Nachholspiel am Freitagabend gegen Welheiden, zu lecken. Und zu guter Schluss hatten die Wilhelmstaler auch noch ihren Fussball vergessen und mussten somit auf das erfolgreiche Warm-Up-Putten verzichten. Wie soll man unter diesen Umständen dann auch noch ein Spiel in der berüchtigten „Ballerbude“ bestreiten, geschweige gewinnen.

Ganz anders die übermotivierten Akteure aus Espenau, welche anscheinend ein Trainingslager aus ihren Sonntagnachmittag veranstalteten und ihr Warm-Up auf 60 Minuten ausdehnten. In kleinen Spielformen schwitzte der Gegner schon bevor wir überhaupt die Halle betreten hatten. Nun gut, jetzt sind wir schon einmal hier, dann können wir ja auch mitspielen. Und das gar nicht mal so „gut“:

Ganze zweieinhalb Minuten brauchte es bis Jan Sommerlade die spürbare Anspannung mit einem Tor löste. Der Knoten platze gleichermaßen auf der anderen Seite und somit ließ sich nicht lange auf den Ausgleich warten. Anschließend spielten die blau-weißen befreit auf und gingen mit abwechselnden Torabschlüssen durch die Sommerlade Brüder konsequent in Führung (3:7). Wie schon so oft in dieser Saison zeigte die Cramer-Sieben dem Publikum, dass ein 4-Tore-Vorsprung viel zu langweilig ist und ließ somit innerhalb von 5 Minuten, mit einem 4-Torelauf der Gegner, das Unentschieden zu (7:7). Wenn mal nichts geht, dann kommen auch noch Pech und ein Schiedsrichter hinzu. Eine Mischung aus Unvermögen beim Abschluss, als auch die Frustration über diverse Entscheidung des Unparteischen ließen die Espenauer zunehmend in Fahrt kommen. Ahnataler Urgestein Marcus Pilz setzte in den letzten Minuten der ersten Halbzeit noch 2 Akzente und baute somit das Remis auf 9:9 aus. Bis dahin zeigte Darius Bachmann eine sensationelle Performance und verhinderte somit „Schlimmeres“.

Die Vorsätze für die zweite Halbzeit waren klar: mehr Tore werfen, besonders die 100%igen verwerten und sich weniger mit dem Schiedsrichter beschäftigen. Aber bekanntlich kommt es ja immer anders, als man denkt. Bis zum 14:14 sah die Chancenverwertung immer noch armselig aus und das lag weiß Gott nicht (entschuldigt die Blasphemie) am Andreas Wolff im Kasten. Teilweise wurde das Tor nicht einmal annährend gefunden. Oliver Kramm brach den Fluch und traf mit einem Heber endlich wieder von Außen. Dann die doppelte Unterzahl ohne nennenswerte Gründe. Durfte man in diesem Spiel den Außenspielern die Flügel ausreisen, wurde man für sanfte Streicheleinheiten im 1 gegen 1 mit 2 Minuten und Siebenmetern bestraft. Es fehlte eine konsequente Linie, böse Zungen behaupten überhaupt eine Linie. Nichtsdestotrotz wollen wir nicht unterschlagen, dass wir selber schuld an der Niederlage sind – dazu nun mehr. Diese langen 2 Minuten nutzten die „Grünen“ aus und gingen mit 16:14 in Führung. Da die dunkle Jedi-Macht des Schiedsrichters auch keinen Halt vor den Gastgebern machen konnte, gingen auch dort 2 Spieler innerhalb von 6 Minuten von der Platte. Im Gegensatz zu Espenau gelang es den Vereinten aber nicht sich das „Pech“ von den Händen abzuwischen und konnten somit ihren Vorteil nicht genügend ausnutzen. Somit hatten die Gastgeber in der 54. Minute immer noch einen 2-Torevorsprung (18:16). Nochmal 2 Treffer durch Pilz ließ das Ergebnis auf 19:18 schrumpfen, aber dann wieder dieser Jedi-Trick. Ein deutliches Stürmerfoul mit Gesichtstreffer gegen Jan Klindworth wird mit Freiwurf für Espenau belohnt und ein Yannik Przibilla der nur zur falschen Zeit am falschen Ort stand wird mit 2-Minuten bestraft. Am Ende gelang es den Gästen aus Ahnatal / Calden nicht gegen bzw. „mit“ dem 7 Feldspieler zu gewinnen (20:18). Auf der einen Seite war die Macht des Jedi diesmal nicht mit uns und auf der anderen Seite sind wir an unserem eigenen Unvermögen gescheitert, denn mit 18 Toren in 60 Minuten gewinnt man kein Spiel, erst recht kein Nachbarschafts-Derby. Und Tore werfen hat nichts mit Jedi-Macht zu tun J.

Nicht zu vergessen: Die Schlussmänner beider Teams erwischten einen ausgezeichneten Tag und parierten schier unzählige Würfe. Ein weiser Jugendtrainer sagte mal: Wenn du zu Hause unter 20 Tore bekommst, gewinnst du. Das wurde jetzt bestätigt.

Nach dem wir nun Espenau Schützenhilfe für den Klassenerhalt geben konnten, findet kommende Woche schon das Rückspiel gegen die TG Welheiden statt. Wollen wir hoffen, dass die Macht dort wieder mit uns ist.

 

Es kämpften gegen die dunkle Macht an:

Jan Sommerlade (6), Pilz Marcus (6), Kramm Oliver (2), Lars Sommerlade (2), Fabian Kolodziej (1), Schröder Jens (1), Yannik Przibilla, Jan Klindworth, Daniel Endtricht, Fabian Klahold, Darius Bachmann und Trainer Ricky Cramer

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